Herbst- und Frühjahrskätzchen?

Mindestens zwei bis drei Mal im Jahr wird eine Katze „rollig“. Dann zieht es die schnurrenden Ladies und potenten Casanovas mit Macht zueinander und auf die Paarung kann eine Schwangerschaft folgen. Doch gibt es jahreszeitliche Unterschiede in der Entwicklung der kleinen Tiger?

Etwa neun Wochen dauert es, bis eine Katze innerhalb von wenigen Stunden mehrere Junge zur Welt bringt. Die kleinen Kätzchen durchlaufen dann in den nächsten Wochen die vorgegebenen Entwicklungsphasen: Ihr Geburtsgewicht von etwa 100 bis 500 Gramm steigt auf bis zu etwa 1000 bis 1700 Gramm. Sie sind kräftig und munter und mühelos gelingt ihnen ab der zehnten Woche die Koordination ihrer Bewegungen. Perfekt beherrschen die Jungkatzen nun das Springen und Balancieren und beeindrucken auch mit ihrem hervorragenden Gleichgewichtssinn.

Wer sich mit dem Gedanken trägt, ein Tigerchen als neuen Mitbewohner aufzunehmen, bekommt manchmal zu hören, dass er lieber ein Kätzchen nehmen soll, das aus einem Wurf im Frühjahr stammt, weil Herbstkätzchen schwächer und anfälliger für Krankheiten seien. Doch macht es tatsächlich einen Unterschied, ob junge Kätzchen im Frühjahr oder im Herbst zur Welt kommen oder wirkt sich der Zeitpunkt der Geburt nicht auf die Entwicklung des jungen Tigers aus?

Bei Wohnungskatzen, die mit ihrem Nachwuchs von Anfang an eine liebevolle Versorgung durch den Menschen erfahren, spielt die Jahreszeit der Geburt keine Rolle. Anders sieht es aus, wenn Katzen auch heute noch vor allem als nützliche Mäusejäger auf Bauernhöfen gehalten werden und fast nur im Freien leben. Dann macht es nach wie vor einen Unterschied, ob die Kätzchen im Frühjahr oder im Herbst geboren werden.

FRÜHJAHRSKÄTZCHEN – LEICHTERER START INS LEBEN

Kleine Katzen, die in den Sommermonaten heranwachsen können, beginnen ihre Entwicklung unter besseren klimatischen Bedingungen: Im Sommer ist es wärmer und die kleinen Samtpfötchen sind weniger kalten Temperaturen und Regen ausgesetzt. Außerdem ist für die Katzenmutter in der warmen Jahreszeit das Angebot an Nahrung aus der freien Natur vielfältiger.

HERBSTKÄTZCHEN — WETTERBEDINGTE NACHTEILE

Manche Herbstkätzchen sind weniger robust als Jungtiere, die im Frühjahr zur Welt kommen. Denn neugeborene Samtpfoten können ihren Wärmehaushalt noch nicht konstant halten und sind daher nicht fähig, sich im Herbst an mögliche ungünstige Gegebenheiten des Wetters, wie Kälte, Nässe und Wind anzupassen. Auch die Beschaffung des Futters ist für die Katzenmutter in der kühleren Jahreszeit schwieriger als im Sommer. Ungünstige Bedingungen schwächen die kleinen Herbstkatzen und sie sind anfälliger für Krankheiten, beispielsweise Wurmbefall oder Hautpilze.

BESTER ZEITPUNKT FÜR DIE AUSWAHL EINES KÄTZCHENS

Lebt die Katzenmutter mit ihrem Menschen zusammen und kann auch ihre Jungen im Haus gebären, können sich im Frühjahr und im Herbst die kleinen Kätzchen gleichermaßen schnell und prächtig entwickeln. Der Zeitpunkt, sich eine kleine Samtpfote als neuen Mitbewohner anzuschaffen, ist in diesem Fall zu jeder Jahreszeit ideal. Wer aber überlegt, sich ein kleines Kätzchen anzuschaffen, das auf einem Bauernhof geboren wurde, der sollte den Wurf besuchen. Nur so kann er sich ein Bild machen, ob gerade junge Herbstkätzchen gepflegt aussehen und sowohl die Katzenmutter als auch ihr Nachwuchs ausreichend gut ernährt sind. Egal wann der kleine Stubentiger in sein neues Zuhause einzieht, in der Anfangszeit braucht er viel Geduld und Fürsorge, um sich wohlzufühlen und von nun an mit seinem Menschen viele Jahre lang vertrauensvoll zusammenzuleben.

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